Vw bluesport
Studie die nie real wurde: VW BlueSport ©Foto: PD

Beim Bau von Fahrzeugstudien wählen die Designer gerne die offene Variante. Doch so mancher Traumwagen schaffte es nicht bis zur Serie.

Der Blick für zeitlose Schönheit ist den meisten Koryphäen des Autodesigns eigen. So bedienen sich die Gestalter gerne besonders einprägsamer und aufregender Fahrzeugformen, um die Vorfreude auf kommende Modelle zu wecken. Nicht selten ist es das Cabriolet, das in seiner Klarheit und Eleganz die Möglichkeit eröffnet, einen bleibenden Eindruck beim Publikum zu hinterlassen. Dies gelingt manchmal mit durchschlagendem Erfolg, so dass die Kunden letztlich alle Hoffnungen in eine Cabriolet-Serienversion setzen, dann aber mit einem Coupé oder Stufenheckmodell vorliebnehmen müssen. Ein Jammer, denn so bleiben manche offenen Fahrzeuge bei der Entwicklung eines Grossserienfahrzeugs auf der Strecke, deren Popularität fast garantiert gewesen wäre.

Der VW BlueSport war zum Beispiel ein zweisitziger offener Sportwagen mit Mittelmotor und Heckantrieb. Erinnerungen an den Karmann Ghia und den VW-Porsche 914 wurden wach, denn das Fahrzeug gefiel durch seine Proportionierung, die an den beliebten Mazda MX-5 erinnerte. Von diesem war auch die Dachkonstruktion abgeleitet, denn das Stoffverdeck liess sich nur manuell bedienen, was Gewicht sparte und dem Fahrzeug zu hoher Agilität verhalf. Die Hoffnungen auf eine baldige Einführung der Serienversion wurden 2009 zusätzlich durch die Tatsache genährt, dass VW als Motorisierung einen 180 PS starken Zweiliter-Diesel wählte, um der gewählten Selbstzünderstrategie weiteren Schub zu verleihen.

Porsche behauptet bis heute die unangefochtene Führungsrolle im Bereich der Mittelmotor- Fahrzeuge der VW-Gruppe, eine hauseigene Konkurrenz widerspricht der Mehrmarkenstrategie des Wolfsburger Konzerns. So dürfte aus dem Blue-Sport auch weiterhin nichts werden.

Toyota FT-86 Open Concept
Leider nie in Serie gegangen: Toyota FT-86 Open Concept ©Foto: PD

Manchmal geht ein Hersteller auch den umgekehrten Weg und zeigt eine Cabriolet- Studie eines bereits lancierten Fahrzeugs, um zu prüfen, wie die Marktresonanz ausfällt. So zeigte Toyota im März 2013 am Genfer Automobilsalon eine offene Version des Sportcoupés GT 86. Der FT-86 Open Concept unterschied sich nur durch das elektrische Stoffverdeck und seine darin eingebaute Glasheckscheibe vom Basismodell. Die offene Karosserievariante wirkte wie für das gelungene japanische Coupé gemacht und war so schlüssig gefertigt, dass die Einführung in die bestehende Modellpalette nur eine Frage der Zeit schien. Der Toyota- Konzern bestätigte noch in Genf, dass sich erste Prototypen des offenen GT86 im Entwicklungsstadium befänden. Es kam auch in diesem Fall anders. Von einem GT 86 Cabriolet ist bei den Japanern vorerst keine Rede mehr, obwohl das Fahrzeug beim Publikum gut ankam und trotz zahlreicher Versteifungsmassnahmen kaum schwerer war als das Coupé.

Fotos: Werk
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