Cabrio Tankstelle Benzinpreis Tankboykott 2018
Hat der Tankboykott überhaupt einen Sinn? Und ist der Tankwart der wahre Leidtragende? Foto: https://www.shutterstock.com/g/Moriz

Viele haben in den letzten Tagen den WhatsApp Kettenbrief der zum Tankboykott Aufruf bekommen. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich diskutieren.


Seit einigen Tagen kursiert auf Social Media Kanälen und überwiegend auf WhatsApp ein Kettenbrief, der zum Boykott von Tankstellen aufruft. Getankt werden soll am 25. November. Der 26. November soll für verwaiste Tankstellen sorgen.

Worum es geht

Von wem der Aufruf kommt oder welche Intention genau dahinter steckt, ist derzeit nicht bekannt. Der Inhalt des Massenaufrufs sieht wie folgt aus:

Inhalt des WhatsApp Kettenbriefs
Große Protestaktion gegen die steigenden Benzin und Dieselpreise Montag 26 November keine Tankstellen anfahren, wer tanken muss sollte das Sonntags am 25.November noch machen. Sende diese Protestaktion an alle deine Kontakte weiter um ein Zeichen gegen die hohen Benzin und Dieselpreise zu agieren Sende diese Protestaktion an alle deine Kontakte weiter um ein Zeichen gegen die hohen Benzin und Dieselpreise zu agieren.

Derzeit ist der durchschnittliche Spritpreis in Deutschland und Österreich verhältnismäßig hoch und wird voraussichtlich noch steigen. Eine Ökosteuer, wie sie in Frankreich für 2019 geplant ist, oder allgemein eine Anhebung der Abgaben auf Diesel oder Benzin ist in Österreich aber derzeit nicht angedacht. In Frankreich wird seit einigen Tagen gegen steigende Spritpreise protestiert, inklusive tragischer Zwischenfälle wie zwei Todesfällen und über 500 Verletzten.

Besser Alternativen finden

Die Sinnhaftigkeit eines eintägigen Tankboykotts ist eher als fragwürdig einzustufen. Hier wird dann der „Spritkonsum“ eben von einem auf den anderen Tag verschoben und in Summe macht es keinen Unterschied.

Sind Tankstellen Pächter die Leidtragenden?

Es ist völlig egal, wenn die Leute an einem anderen Tag tanken. Würde gar nicht getankt – was aber für die meisten Autofahrer ja nicht möglich ist – dann treffe das vor allem die Tankstellenpächter. Die haben auf die Preisgestaltung keinen Einfluss und seien selbst Opfer hoher Preise.

Tanken am Sonntag kann teurer sein

Am Sonntag statt am Montag zu tanken muss nicht automatisch beim Sparen helfen. Wer günstig tanken will, muss zur richtigen Uhrzeit tanken – in der Regel vor dem großen Feierabendverkehr. Weil an Wochenenden zu der Zeit mehr Menschen unterwegs sind, hält sich der Eindruck, dass es sonntags günstiger ist. „Einfluss auf die Preise hat es aber, wo die Kunden tanken. Dazu gibt es sehr gute Benzinpreis-Apps.

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